Ein Tag mit dem Außendienst

Heute berichte ich euch von meiner letzten Dienstreise. Im Laufe unserer Ausbildung zur Industriekauffrau bekommen wir in der Vertriebsabteilung einmal die Möglichkeit, einen Außendienstler bei einem seiner Arbeitsalltage zu begleiten und somit unsere Kunden sowie die Produkte noch besser kennen zu lernen. Des Weiteren konnte ich mir hierdurch auch ein Bild davon machen, wie unsere Produkte unter anderem den Weg ins Regal finden und das alles mal abseits vom Schreibtisch.

Mein Tag begann um 6 Uhr. Zu dieser Zeit wusste ich noch nicht, was mich erwarten wird, daher ging es gespannt mit einem unserer Dienstwagen ausgestattet zu einer Raststätte in Recklinghausen. Dort habe ich mich mit dem Außendienstmitarbeiter getroffen.

Nachdem wir uns kurz einander vorgestellt hatten, ging es, nach der von meinem Innendienst-Kollegen festgelegten Routenplanung, auch schon weiter zu den Kunden. Hierzu zählten verschiedene Märkte für Heimtierbedarf, wie Zoo & Co., Fressnapf oder auch Baumärkte, wie Hornbach und Obi sowie Einzelhandelsketten bspw. Edeka im Raum `Ruhrgebiet‘. Wir führten Kundengespräche mit dem Ziel, unsere Neuprodukte ins Sortiment zu bringen bzw. die Bestände wieder neu aufzustocken. Zudem haben wir auch darauf geachtet, dass der Point of Sale, also die Verkaufsfläche ansprechend gestaltet ist. So konnten wir hier manchen Kunden einige Vorschläge zur Produktanordnung/ -platzierung machen. Regelmäßiger Kundenkontakt sowie eine gute Beziehung zum Kunden ist entscheidend, um das Markenbewusstsein aufrecht zu erhalten und unsere Produkte in die Märkte zu bringen. Bei Produktfragen von unseren Kunden, ob am Telefon oder direkt vor Ort, stand mein Kollege beratend zur Seite. Weiterhin haben wir den Märkten auch derzeitige Aktionen vorgestellt. Mithilfe eines CRM-Systems, ein Tool, mit dem unsere Außendienstmitarbeiter täglich arbeiten, konnten wir direkt vor Ort Bestellungen für unsere Kunden anlegen. CRM steht für customer relationship management. Über dieses System können sich unsere Außendienstmitarbeiter Informationen zu den Kunden einholen oder eigene Notizen abspeichern, um diese beim nächsten Kundenbesuch zu berücksichtigen.

Um 16:30 Uhr ging es für mich dann nach einem lehrreichen, spannenden Arbeitstag wieder zurück. Nach eineinhalb Stunden Fahrt verabschiedete ich mich von meinem geliehenen Dienstwagen und war nach einem Abstecher im Großraum Ruhrgebiet wieder zurück in meiner Kleinstadt-Idylle.

                                                                                                                                                                                                  Julia Chwalczyk, Industriekauffrau im 3. Lehrjahr